
4th Day
Inverness - Loch Ness – Inverness

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Ist Loch
Ness wirklich ein
„
Jurassic
Park "? Schottlands 60 Millionen Jahre lange Reise zeigt driftende Kontinente, die das Klima der Erde und damit auch die evolutionäre Entwicklung verändern; Amphibien im feuchten Karbon, Reptilien, als das Klima trockener wurde und dann Säugetiere in einer sich abkühlenden Welt nach dem Tod der Dinosaurier. Wir hinterfragen die populäre These, dass Loch Ness Monster riesige prähistorische Reptilien sind, weil der See bis vor zwölftausend Jahren von Gletschern der Eiszeit ausgeschürft wurde. Aber Loch Ness ist gross genug, um alle Menschen der Erde aufzunehmen. Vielleicht ist dann auch genügend Platz für ein paar Geheimnisse. Skt. Columba verbannte im Jahre 565 AD ein Wasserwesen aus dem Fluss Ness. Folkloristische Erzählungen von Seedrachen und Wasserpferden. 1933 wurden lokale Überlieferungen von merkwürdigen Fischen durch eine unwahrscheinliche Sichtung eines einem Plesiosaurier ähnlichen Tieres, das eine Strasse überquerte, in eine weltweite Sensation verwandelt Über die Jahre hat es tausende Zeugen gegeben, Experimente zeigen jedoch, dass die Sinneswahrnehmung über der Wasseroberfläche schwierig ist. Seit 1933 wurden einige gut bekannte Fotos gemacht. Versuche der sechziger Jahre, diese Bilder zu wiederholen, waren erfolglos. Man merkte, dass sich diese Wesen zu stark von anderen Tieren unterschieden und gar keine echten Tiere sein konnten. Viele Bilder stellten sich als Fälschungen heraus. Darüber hinaus ist das Wasser voll von irreführenden Illusionen und Spiegelungen, die möglicherweise zu dem ursprünglichen Bericht mit dem langen Hals führten. In den siebziger Jahren begab sich die Suche mit festgezurrten Kameras und Unterseebooten unter Wasser. Einige kontroverse Aufnahmen wurden zwar gemacht, sie stellten sich jedoch als Wrackteile auf dem Boden des Sees heraus. Als Teil einer neuen Philosophie wurden die Kreaturen und die Ernährungskette am Seeufer, in 200 Meter Tiefe und im offenen Wasser untersucht. Die einzige Nahrung für Monster sind Fische..., aber davon gibt es nur wenige! In den achtziger Jahren begannen intensive Ultraschall-Untersuchungen mit der Zählung von Fischen durch Messung. des Echos, das von ihrer gasgefüllten Schwimmblase zurückgeworfen wurde. Schallwellen zeichneten die nächtliche Migration junger Fische an die Wasseroberfläche auf. Mit dein Hin- und Herfliessen wärmerer Wassermassen durch den See bilden sich riesige Unterwasserwellen. Auch das kann durch Refraktion der Schallwellen zu Unterwasserbildern führen. In der Tiefe wurden mysteriöse Kontakte verzeichnet und 1987 wurde durch „Operation Deepscan" ein Schallwellen-Vorhang durch den See gezogen. Drei grosse Kontakte wurden verzeichnet - aber waren die auch wieder nur Illusion? In den neunziger Jahren wurden die Daten analysiert. Das Wasser ist für Reptilien zu kalt. Amphibien waren immer Süsswassertiere und konnten damit nicht nach der Eiszeit aus dem Meer gekommen sein. Säugetiere hätte man erkannt, da sie zum Atmen an die Oberfläche kommen. Die Ernährungspyramide macht deutlich, dass es für räuberische Wesen nicht genug Nahrung gibt. Wandernde Fische wie der Lachs ernähren sich nicht in Süsswasser, da sie nur zum Laichen aus dem Meer kommen. Es gibt einen anderen wandernden Fisch, der möglicherweise mit dem ursprünglichen Sichtungen zu tun hatte. Loch Ness hat auf andere Weise an Bedeutung gewonnen, den auf dem Grund des Sees bildet sich eine sedimentäre Zeitkapsel. Durch das R.0.S.E.T.T.A.-Projekt wurden Bohrkerne aus dem Boden des Sees entnommen, die zeigen, das grosse Ereignisse winzige Spuren hinterlassen. Man fand Pollen aus den sich ändernden Wäldern, Holzkohle aus Waldbränden, Glassplitter aus den Vulkanen Islands, Kohlepartikel aus saurem Regen und radioaktive Isotope aus Atomtests und Tschernobyl. Viel wurde aufgedeckt, dennoch bleibt vieles im Dunkeln. Und was ist mit dem Geheimnis? Es bleibt Ihrer eigenen Entscheidung überlassen, ob das Wasser ein Schleier ist, der sich lüften lässt, oder ein Spiegel für Ihre eigene Phantasie. |